Die Projektidee

Der Grundgedanke unseres Projekts ist an sich simpel und gleichzeitig so gut:

Wir sammeln einseitige Fehldrucke und stellen daraus in Kooperation mit Behindertenwerkstätten Notizblöcke her, wodurch wir gleich drei Hauptanliegen verfolgen:

Erstens kann mit unserem Konzept des Upcyclings die unnötige Verschwendung von Papier reduziert und stattdessen Mehrwert geschöpft werden. Daneben können wir durch den Verkauf unserer Notizblöcke das Bewusstsein für den enormen Papierverbrauch in Deutschland schärfen und eine Veränderung anregen. Und durch die Herstellung unserer Blöcke können wir das Schaffen von sinnstiftenden Arbeitsplätzen für Menschen mit Behinderung fördern.

Das Ergebnis sind einzigartig-schöne Blöcke, welche nicht nur einen ökologischen und sozialen Mehrwert bieten, sondern durch die bedruckten Rückseiten auch zu einer spannenden Reise durch die Welt der Fehldrucke einladen.

Wir möchten Teil davon sein, die Welt zu einem etwas besseren Ort zu machen und leisten mit 2nd Page einen Beitrag dazu.

Unsere Blöcke sind damit besondere Nutzgegenstände, welche eine Philosophie und die Werte unserer Projektidee vertreten. Sie sind ein Statement gegen eine Wegwerf-Gesellschaft und für das „eine zweite Chance geben“, Befürworter von Individualität und Kämpfer gegen Perfektionismus und für Toleranz und Kreativität. Wir stehen für Lebensfreude und Achtsamkeit, und dass jede*r Einzelne ein wertvoller Teil eines großen Ganzen in der Gesellschaft ist.

2nd Page sind zwar einfach nur Blöcke, aber trotzdem nicht nur einfach Blöcke.



Das Team

Das zwölfköpfige 2nd Page Team besteht aus Studierenden der Leuphana Universität Lüneburg, die sich neben ihrem Studium ehrenamtlich engagieren wollen. Wir sind Teil von Enactus Lüneburg e.V., einer studentischen Initiative, die soziale und nachhaltige Projekte entwickelt.

Unser Team setzt sich aus Mitgliedern ganz unterschiedlicher Fachrichtungen zusammen, doch uns verbindet der Gedanke der Ressourcenschonung und der Wunsch nach mehr sozialer Gleichheit.

Durch einen unternehmerischen Ansatz zielen wir darauf, nachhaltig etwas zu verändern. Das Wissen und die Fähigkeiten aus den unterschiedlichen Fachrichtungen ergänzen sich hierbei gegenseitig, sodass wir in enger Zusammenarbeit wirksam für eine nachhaltigere und sozialere Zukunft eintreten können.

Vom Papier zum Block

Die einseitig bedruckten Fehldrucke sammeln wir in Boxen an mehreren Orten auf dem Campus der Leuphana Universität Lüneburg und in Unternehmen. Das gesammelte Papier wird dann zur Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gesendet, wo Blätter aussortiert werden, die wir aufgrund von urheber- oder datenschutzrechtlichen Inhalten nicht verwenden können. Anschließend wird das Papier zu den Elbe-Werkstätten transportiert, einer Behindertenwerkstatt in Hamburg.

Dort binden die Mitarbeiter das lose Papier letztendlich zu Blöcken. Zuerst wird das Papier gestapelt, wobei nach jedem Zentimeter eine Pappe zwischen die Papiere gemischt wird, um im Anschluss die Unterteilung in einzelne Blöcke zu erleichtern. Außerdem werden Factsheets in jeden Block eingefügt. Nun folgt das Leimen der Blöcke. Das Papier wird, noch im DINA 4-Format, beidseitig geleimt, damit es später zu DINA5 bzw. DINA6 zugeschnitten werden kann. Während der Leim trocknet, werden die Blätter zusätzlich gepresst.

Wenn der Leim trocken ist, wird das Papier in einzelne Blöcke unterteilt, sodass jedem Block eine Pappe erhalten bleibt. Der nächste Schritt besteht nun im Aufkleben der Cover, welche in Handarbeit an die Blöcke geleimt werden. Zurzeit nutzen wir Designs, die uns freundlicherweise von Redeleit und Junker zur Verfügung gestellt wurden, jedoch besteht die Möglichkeit auch individuelle Cover für Unternehmen, Konferenzen etc. zu gestalten.

Kooperationspartner

Einer der wichtigsten Bestandteile unseres Projektes ist die Zusammenarbeit mit unseren Kooperationspartnern. Diese Partner sind zum einen die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg und die Elbe-Werkstätten in Hamburg, und zum anderen die Lüneburger Agentur für Kommunikationsdesign und Markenentwicklung Redeleit und Junker.

Sowohl die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg als auch die Elbe-Werkstätten bieten Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze und Möglichkeiten zur beruflichen Weiterbildung. Die Lebenshilfe Lüneburg-Harburg ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die seit 1974 besteht und über 2000 Menschen mit Behinderung beschäftigt oder unterstützt. Für unser Projekt wird das gesammelte Papier für die Blöcke von der Lebenshilfe Lüneburg-Harburg gemischt und sortiert und weiter an die Elbe-Werkstätten gesendet. Anschließend wird das Papier von den Mitarbeitern der Elbe-Werkstätten zu den fertigen Blöcken verarbeitet. Auch die Elbe-Werkstätten bieten über 3100 Menschen mit Behinderung Arbeitsplätze. Sie bestehen bereits seit 1920 und sind heute die deutschlandweit größte Werkstatt für Menschen mit Behinderung. Unser Team hatte auch schon mehrfach die Gelegenheit die Mitarbeiter der Elbe-Werkstätten zu besuchen und beim Fertigungsprozess unserer Blöcke zuzuschauen.

Die Umschläge unserer schönen Blöcke werden von Redeleit und Junker gestaltet und uns großzügiger Weise zur Verfügung gestellt.